Fallbeispiel: Stadt Wriezen

Stadt Wriezen nutzt Modul Kindertagesbetreuung für umfassendere Steuerung im Bildungsbereich.

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    Die brandenburgische Kleinstadt Wriezen setzt in Ihrer Stadtentwicklung auf  
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    Für Ratssitzungen und verwaltungsinterne Entscheidungen zur Finanzierung von Kitas fehlten Kämmerin Angelika Kerstenski oft aktuell aufbereitete Kennzahlen und Daten.
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    Durch die Einführung einer intelligenten Steuerungsplattform hat die Wriezener Kämmerin nun jederzeit genaue Zahlen zu Auslastungen, Platzkosten oder der Personalsituation in den Kindertageseinrichtungen zur Hand, die sie bei der Steuerung und Entscheidungsfindung unterstützen.

Hintergrund Wriezen

Wriezen ist eine brandenburgische Kleinstadt im Landkreis Märkisch-Oderland, nordöstlich von Berlin, am westlichen Rand des Oderbruchs gelegen. Die polnische Grenze liegt nur 11 km entfernt.

Nachdem die aktuell 7.300 Einwohner zählende amtsfreie Stadt in den frühen 2000er-Jahren durch Eingemeindungen wuchs, verlor sie in den Folgejahren Einwohner. Seit 2013 hat sich die Einwohnerentwicklung wieder stabilisiert.

Angelika Kerstenski verantwortet als Kämmerin und Fachbereichsleiterin insbesondere die Finanzen und Zentralen Dienste der Stadt Wriezen. Sie ist darüber hinaus auch Vorsitzende des Fachverbandes der Kämmerer des Landes Brandenburg.

Lokale Ziele und Herausforderungen

Die Wriezener Stadtverwaltung fokussiert sich bereits seit einigen Jahren darauf, die Stadt zu einem regionalen familienfreundlichen Bildungsstandort auszubauen. Neben Kindertagesstätten gibt es in Wriezen Grund- und Oberschulen. Alle Kindertageseinrichtungen in Wriezen befinden sich in freier Trägerschaft.

Der Unterhalt und Ausbau Wriezens vielfältiger Bildungseinrichtungen kostet Geld. Deshalb steht Angelika Kerstenski regelmäßig mit den Akteuren im Dialog, von denen das Geld kommen oder an die es fließen soll. So zum Beispiel mit Eltern, Nachbargemeinden oder den freien Trägern der örtlichen Kitas.

Für diese Gespräche wünschte sich die Kämmerin seit Längerem bessere Argumentationshilfen und fundiertere Diskussionsgrundlagen. “Es standen oft viele Zahlen und Informationen im Raum, die nicht richtig belegt werden konnten. Aktuelle und gut visualisierte Kennzahlen sind für mich da eine große Hilfe”, erklärt Angelika Kerstenski.  

Aber auch für das interne Monitoring fehlte eine Lösung, die der Kämmerei aufzeigen konnte, wie die einzelnen Kostenpositionen der Bildungseinrichtungen sich entwickeln. Kostentreiber konnten nicht klar unterjährig identifiziert und nicht rechtzeitig geprüft werden.

Die Aufbereitung der verfügbaren Daten kostete Angelika Kerstenski und ihre Mitarbeiterinnen zuvor viel Zeit. Denn Informationen waren vornehmlich in Papierform und an verschiedenen Orten zu finden und konnten nicht direkt weiterverwendet werden.

Auch für die langfristige Planung fehlten der Stadtverwaltung bisher solide Entscheidungsgrundlagen. Sowohl die Prognosen vom Landkreis als auch die wissenschaftlicher Institute sagten der Stadt eine anhaltende Schrumpfung voraus. Tatsächlich konnte sich die Bevölkerungsentwicklung ab 2013 wieder stabilisieren. Und dabei soll es nicht bleiben. Die Stadt will die Menschen zum Bleiben und Zuzug bewegen und hat sich das Ziel auf 8000 Einwohner und mehr gesetzt.

Neue Handlungsmöglichkeiten mit Polyteia

Auf der Suche nach einer Lösung, die Wriezen in all diesen Bereichen Mehrwerte verschaffen könnte, stieß Angelika Kerstenski schließlich auf Polyteia. Das junge IT-Unternehmen suchte zu der Zeit gerade nach innovativen Pilotkommunen, die Interesse hatten ihre neue Steuerungsplattform mit zu entwickeln.

Das Polyteia-Team hat die Plattform in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen konzipiert. Nach mehreren Recherche-Treffen war schließlich das erste Modul Kindertagesbetreuung fertig. Für die Bildungsstadt Wriezen ein wichtiges Thema mit strategischer Relevanz.

Mit Zugriff auf die neue Plattform hatten Frau Kerstenski und ihre Kolleginnen nun einen direkten Überblick über Auslastungen einzelner Einrichtungen, Personalbedarfe und den tagesaktuellen Stand der Aufwendungen im Bereich Kita. Informationen, deren Zusammenstellung zuvor mit viel manuellem Aufwand verbunden war. Die Verwaltung profitiert nun so direkt von der verbesserten Datennutzung. Beim Controlling der kommunalen Zuweisungen für Kitas und den Abrechnungen für außergemeindlich betreute Kinder können die Sachbearbeiterinnen durch Polyteia viel Zeit sparen.

“Die Verknüpfung von Leistungsdaten mit Finanzkennzahlen hat mir schnell und ohne Mehraufwand bessere strategische Steuerungsmöglichkeiten verschafft.”
Angelika Kerstenski
Kämmerin der Stadt Wriezen & Vorsitzende des Fachverbands der Kämmerer im Land Brandenburg e.V.

Der regelmäßige und unkomplizierte Zugriff auf diverse aktuelle Kennzahlen gibt Angelika Kerstenski nun die belastbaren Informationen an die Hand, die sie benötigt. Zum Beispiel für die Diskussion, in der entschieden wird, wo und in welcher Größe eine neue Kita gebaut werden soll. Und auch bei der Entscheidung, ob eine städtische oder freie Trägerschaft die bessere Lösung für Wriezen ist, hilft ein Vergleich auf Basis der Daten. Für die Kommunikation nach außen fühlt die Kämmerin sich jetzt besser gewappnet:

""Wenn sich die Kita-Beiträge für die Eltern verändern oder sich weitere Änderungen durch die Einführung des letzten kitabeitragsfreien Jahres ergeben, dann habe ich dazu jetzt sofort gut aufbereitete Zahlen da. Das hilft mir, auch schwierige Entscheidungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürger sowie den Abgeordneten zu vermitteln.""
Angelika Kerstenski
Kämmerin der Stadt Wriezen & Vorsitzende des Fachverbands der Kämmerer im Land Brandenburg e.V.

Angelika Kerstenski ist davon überzeugt, dass die Digitalisierung viele Chancen für Wriezens zukünftige Herausforderungen birgt und möchte weitere Steuerungsmodule einführen: “Alle Daten die wir in der Stadt haben, sollten für unsere Verwaltung schnell und unkompliziert abrufbar sein. Wenn es mit Polyteia bald möglich sein wird, Daten aus vielen kommunalen Handlungsfeldern miteinander zu verknüpfen, kann ich noch schneller und umfassender steuern.”